Bauen im Bestand:
Schlosshotel Sorgenfrei,
Radebeul

Bauleitungspraktikum
im denkmalgeschützten Umfeld
bei Hanson Architekten, Radebeul

1999 hatte ich die einmalige Gelegenheit studienbegleitend für eine engagierte Restaurationsmaßnahme, der Sanierung der Schlossanlage “Sorgenfrei” von 1783, unter der Leitung des Architekten Hans-Henning Hanson tätig zu sein.

Haus Sorgenfrei ist ein architektonisch bedeutsamer Herrensitz mit einem schlossartigen Herrenhaus auf dem Augustusweg 48 in der Oberlößnitz, heute Radebeul. Das Anwesen besteht aus einem Haupthaus und weiteren Gebäuden in einer Park- beziehungsweise Gartenanlage. Es wurde für den Dresdner Bankier und Freiherrn Christian Friedrich von Gregory nach Plänen des Dresdner Architekten Johann August Giesel im Dresdner Zopfstil errichtet, einem spätbarocken Baustil im Übergang vom Rokoko zum Klassizismus. Der Name „Sorgenfrei“ ist eine Reminiszenz an das Potsdamer Schloss Sanssouci (frz. sans souci = ohne Sorge).

Nach der Reprivatisierung Anfang der 1990er Jahre erfolgte die Sanierung des Ensembles von 1994 bis 1999 in Anlehnung an das historische Vorbild; sie stellte eine mit den üblichen Kategorien der denkmalpflegerischen Sanierung nicht vergleichbare Leistung dar. Die damalige Bauherrschaft, die Familie Hanson, erhielt dafür im Jahr 2000 den Radebeuler Bauherrenpreis in der Kategorie Sonderpreis für die Sanierung eines kulturhistorisch wertvollen Ensembles sowie den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege.

Heute befindet sich im Herrenhaus ein kleines Hotel und im Gartenhaus ein Gourmet-Restaurant.

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